© 2005 www.tuebingen.de | Tag der offenen MühlstraßeBaubürgermeisterin Ulla Schreiber begrüßt die Gäste um 13 Uhr. Beratung und Information bietet die Firma Konnerth Immobilien an ihrem Stand. Baustellenrabatt gibt es gleich nebenan bei Schreibwaren Betz. Auch Little Italy beteiligt sich mit einem Stand. Jimmys Musiklädle sorgt mit Livemusik für die richtige Stimmung und wer mag, kann einen frischen Smoothie oder eine Suppe genießen am Stand von "Soup and more".
Wer einen Blick in die Tübinger Unterwelt riskieren möchte, sollte sich am Stand der Stadtverwaltung anmelden. Von dort aus brechen zwischen 13 und 18 Uhr kleine Gruppen zu einer Führung auf, die ungefähr drei Stockwerke tief einen kurzen Blick in den historischen Kanal unterhalb der Mühlstraße 1 erlaubt. An diesem Ort stand einst die Neumühle– eine von drei Mühlen entlang der Mühlstraße. Die erste dieser Führungen übernimmt Baubürgermeisterin Ulla Schreiber.
Vor oder nach dem Tag der offenen Mühlstraße bietet sich ein Besuch auf der Tübinger Sommerinsel oder ein Einkaufsbummel in der Altstadt an.
Vom Mühlgraben zur Mühlstraße Um 1450 beschloss die Stadt, den Österberg zwischen Ammertal und Neckartal durchstechen zu lassen. Durch den neuen Graben – heute als Mühlstraße bekannt – sollte der Ammerkanal direkt in den Neckar abgeleitet werden. Das beträchtliche Gefälle von etwa 8,5 Metern zwischen Ammer- und Neckartal sollte den Betrieb von drei Mühlen erlauben.
Am unteren Ende des Mühlgrabens lag bis 1706 die herzogliche Pulvermühle. Wie die weiter oben gelegene Grabenmühle ist sie wohl schon bald nach Fertigstellung des Grabens errichtet worden. Nach einer Serie von Unfällen – beim letzten war die ganze Mühle in die Luft geflogen – ordnete Herzog Eberhard Ludwig 1706 ihre Verlegung an und ließ den Neubau weit außerhalb der Stadt vor dem Haagtor errichten. Den alten Platz der Pulvermühle erwarb die Stadt, um darauf 1708 eine weitere Getreidemühle, die sogenannte Neumühle zu erbauen. Zusammen mit den anderen städtischen Mühlanlagen wurde auch sie 1835 privatisiert und in der Folgezeit mehrfach umgebaut. (Quelle: Tübinger Stadtarchiv, Udo Rauch)
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