Neue Urnengemeinschaftsgrabstätte auf dem Friedhof in Lustnau entsteht
Pressemitteilung vom 14.02.2025
Der Lustnauer Friedhof wird erweitert. Er erhält eine Urnengemeinschaftsgrabstätte ähnlich dem Themengarten „Fluss der Zeit“ auf dem Bergfriedhof. Die neue circa 3.000 Quadratmeter große Fläche schließt sich an den Bereich im Osten, entlang der Friedhofstraße an. Künftig können in dieser Anlage alle Tübingerinnen und Tübinger bestattet werden, unabhängig davon, ob sie im Bestattungsbezirk Lustnau-Pfrondorf wohnen. Die Fertigstellung ist für diesen Herbst geplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 280.000 Euro.
„Es freut uns sehr, dass wir dem Wunsch der Lustnauer nach einer Urnengemeinschaftsgrabstätte nachkommen können. Zehn Jahre lang war es nicht möglich, die so dringende Erweiterung umzusetzen. Vor einiger Zeit konnten wir uns aber mit der Erbengemeinschaft über die Fläche einigen und schaffen einen Ort, an dem die Menschen ihre letzte Ruhe finden und die Angehörigen in einem gestalteten Bereich angemessen trauern können“, sagt Bernd Walter, Leiter des städtischen Friedhofwesens.
Die neue Urnengemeinschaftsgrabstätte reiht sich in die Gemeinschaftsgrabstätten ein, die es bereits auf dem Bergfriedhof und auf dem Friedhof in Derendingen gibt. Sie heißt ebenfalls „Fluss der Zeit“. Die Anlage besteht aus einem Trockenbachlauf aus verschieden großen Flusswacken und Findlingen, der sich durch eine Rasenfläche schlängelt. Er symbolisiert den immerwährenden Kreislauf von Werden und Vergehen. Entlang des Trockenbachlaufs ragen Granitstelen in den Himmel. Sie stehen für einzelne Lebensabschnitte. Der Bachlauf wird von einer Granitbrücke überspannt, die für den Übergang vom Leben zum Tod steht. Der Beisetzungsplatz innerhalb der Anlage ist anonym, die Namen der Verstorbenen können aber auf einer Stele aus Granitquadern angebracht werden.
Die Urnen werden nach einem Belegungsraster in der Rasenfläche vor und hinter dem Trockenbachlauf in der Erde beigesetzt. Am Rand werden verschiedene Gräser, Rosen und Stauden gepflanzt. Die Rasenfläche und der Trockenbachlauf sind von Trauerweiden überstellt. Mehrere Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Außerhalb der Anlage befinden sich zwei Halbkreise. Sie dienen als Ablageflächen für Sargauflagen, Blumengebinde, Kränze, Kerzen und sonstige Erinnerungsandenken. Hier ist auch der Platz der Stele mit den Namen der Verstorbenen.
„Die Erweiterung ermöglicht es, dass die Menschen an ihrem Wohnort beigesetzt werden können, wo sie auch ihr ganzes Leben verbracht haben. Der Friedhof in Lustnau ist sehr beliebt, da er inmitten des Ortes gut erreichbar ist, egal ob man zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Auto kommt“, sagt Walter.